Vendange tardive ( Spätlese ): Grundlage für diesen Wein sind ausgelesene, physiologisch reife Trauben, meist mit einem Anteil von Botrytis. Dieser Pilz zerstört die Beerenhaut und lässt einen Teil des vorhandenen Wassergehalts verdunsten, was zu einer natürlichen Konzentration der Inhaltsstoffe führt. Auch können die Beeren eine rosinenartige Optik annehmen. Die Weine haben einen charakteristischen Geschmack, der von Honignoten, getrockneten Früchten oder Karamell geprägt ist.

Vin de paille ( Strohwein ): Mindestens zwei Monate müssen gesunde, reife Trauben gut belüftet auf Strohmatten getrocknet werden, was zu einer maximalen Konzentration des Zuckers und der Traubeninhaltsstoffe führt.

Vin de glace ( Eiswein ): Eine Eisweinlese ist nur möglich, wenn die Trauben auf natürliche Weise gefroren sind und die Außentemperatur auf mindestens -7°C sank. Die gefrorenen Trauben werden gepresst, so dass ausschließlich zuckerhaltiger Extrakt gewonnen wird.

Zwei unterschiedliche Gesteinsformationen prägen die Weine der Luxemburger Mosel.

1. Keuper
Im Kanton Remich wachsen die Reben hauptsächlich auf Keuper mit Tonmergel. Keuper entstand vor 195 bis 230 Millionen Jahren durch die Versandung eines gewaltigen Meeres. Von Schengen bis Greiveldingen ist das Tal ziemlich weit offen. Die abgerundeten und weich abfallenden Hänge ergeben Weine, die voll und harmonisch wie die Landschaft sind.

2. Muschelkalk
Im Kanton Grevenmacher überwiegen klüftige Stufen von Muschelkalk. Muschelkalk entwickelte sich vor 205 bis 215 Millionen Jahren infolge von Meeresablagerungen. Die langsame Erosion zwischen Greiveldingen und Grevenmacher hat ein engeres Tal mit steil abfallenden, dolomitischen Hängen hervorgebracht, auf denen rassige und elegante Weine zu Hause sind.

1. Keuper / 2. Muschelkalk